Beziehungsarbeit für Unternehmen

Beziehungsarbeit ist NEW WORK

Die 9 Bausteine der Vitalität

Die Philosophie der wirksamen Beziehungsarbeit für vitale Unternehmen ist eine universelle und ganzheitliche Philosophie, die den Vergleich mit anderen Konzepten nicht zu scheuen braucht (Modellvergleich). Sie kann überall Anwendung finden — nicht nur in Lebenspartnerschaften, sondern sehr wohl auch im Unternehmensumfeld.

Anstatt uns auf „professionelle“ Beziehungen zurückzuziehen, die durch emotionale Distanziertheit, Diagnosen und Hierarchie gekennzeichnet sind, können wir – indem wir uns bewusst Fähigkeiten der wirksamen Beziehungsarbeit für Unternehmen aneignen und anwenden – andere Menschen in beruflichen und kommerziellen Begegnungen unterstützen, die lebendig, offen, gleichwertig und wertschöpfend von allen Beteiligten aktiv getragen werden.

[zitiert in Anlehnung an „Gewaltfreie Kommunikation
von Marschall B. Rosenberg, 2013].

 

Sie kennen das doch sicherlich auch?
Ihr Vorgesetzter hat sich nie dafür interessiert,

  • wie es Ihnen privat geht und welche Lebensfragen Sie beschäftigen
  • welche Interessen und Hobbys Sie verfolgen
  • welche Auszeichnungen sie erworben haben
  • wie Sie das erreicht haben und aus welcher Motivation heraus
  • was Sie anderenorts beruflich auf die Beine gestellt haben
  • was Ihre Erfolgsgeheimnisse, versteckten Stärken und Talente sind
  • warum sie in bestimmten Situationen so reagieren, wie Sie es tun
  • welche guten Beiträge Sie bereits dauerhaft leisten
  • wie es Ihnen heute geht und wie Sie heute Ihren Tag gestalten werden
  • welche Ziele Sie verfolgen, wie und warum
  • wie Sie sich beruflich entwickeln wollen usw.

Aufmerksamkeit, Hinwendung und echtes Interesse sind schwach ausgeprägt. So darf bezweifelt werden, ob in so einem Umfeld die Potenziale der Mitarbeiter zur Entfaltung gebracht werden können. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Motivation und Arbeitsleistung unter solchen Umständen leiden. Aber:

 

Sozialkompetenz ist nur einer von 9 Bausteinen wirksamer Beziehungsarbeit.

Die Philosophie ist ganzheitlich und nachhaltig ausgerichtet und umfasst daher zusätzlich Werte-Systeme, Ziele und Strategien, Strukturen, Methoden, Rollen und Zuständigkeiten und die Fähigkeit zum Wandel. Darin zeigen sich auch Hinwendung und Wertschätzung gegenüber Mitarbeitern.

 

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Ursachen mangelnder Beziehungsarbeit

Beziehungsarmer Umgang hat seinen Ursprung in archaischen und feudalen Gesellschaften, die von einer großen Anzahl schwacher, unterwürfiger Menschen abhängt. In solchen hierarchischen Systemen wird eine Sprache entwickelt, die Clan-Oberhäuptern, Monarchen und Machteliten Dominanz sichert. Die Mehrheit der Bevölkerung wird entmutigt, sich eigener Bedürfnisse bewusst zu werden und statt dessen dazu erzogen, sich der Autorität zu fügen und zu gehorchen [zitiert in Anlehnung an „Gewaltfreie Kommunikation“ von Marschall B. Rosenberg, 2013, siehe auch Buchempfehlung].

Die Sprachforschung verweist auf das Problem, dass dieser uralte Sprachgebrauch auf statischen Begrifflichkeiten basiert und dazu einlädt, über Bestandsgrößen zu sprechen: Stabilität, Konstanten, Normalität, Soll-Situationen, Soll-Zustände, Probleme, endgültige Lösungen und Endresultate zu sprechen. Zustandstransformationen sind allenfalls magisch und Heilung geschieht wundersam schnell.

 

Die Welt ändert sich – Dynamik nimmt zu

Das Unternehmensumfeld ist dagegen oft geprägt von Strömungsgrößen, also von Prozessen, Interessen, Einflussnahme, steten Veränderungen, Dynamik, Beziehungen, Verhaltensweisen, Vernetzungen auf Zeit, Entwicklung, Lernen und Komplexität. Energie und Zeit wird investiert, um Bestandsgrößen zu verändern. Die Transformation benötigt also Strömungsgrößen bzw. einen steten Energiefluss. Unsere Sprache kann diese unsichtbaren, kaum zu fassenden Ströme nur mühsam in Begriffe fassen, und wenn doch, dann nur sehr wortreich.

Energieströme werden von Menschen gestaltet durch Planung, Entscheidungen und umgesetzte Aktivitäten. So weit, so gut. Deswegen wird in der Management-Literatur auch der Mensch in den Mittelpunkt gestellt. Aber reicht das aus? Ich bin der Meinung: Nein, denn es braucht eine Ergänzung. Die Beziehung steht im Mittelpunkt.

 

 

Baustein 1

Beziehungsarbeit für Unternehmen benötigt positive Energie

Würden wir lediglich einzelne Menschen in den Mittelpunkt rücken, würden wir das Ego des Einzelnen betonen. Jede Persönlichkeit – egal welcher Prägung – benötigt jedoch „Mitspieler“, nämlich die Persönlichkeiten um sie herum. So wird jedes Ego in eine pluralistische Gemeinschaft eingebettet. Dieses Gemeinschaft kommt dem sozialen Naturell des Menschen entgegen. In dieser Gemeinschaft entstehen Beziehungen. Diese Beziehungen benötigen positiver Energie.

Nachfolgende Grafik zeigt die wesentlichen Energieströme zwischen Menschen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Beziehungen zu Bewerbern, Mitarbeitern, Kollegen, Chefs, Interessenten, Kunden oder Partner handelt.

SL Beziehungsarbeit für Unternehmen

Die Energieströme fließen selbstverständlich auch in umgekehrter Reihenfolge; GFK steht für gewaltfreie Kommunikation

 

Diese Energieströme sind schwer zu fassen. Man kann sie nicht sehen oder anfassen, sondern „nur“ erleben:

  • Positive Energie ist eine innere Haltung.
  • Wertschätzung, Augenhöhe, Neugier, Interesse, Hinwendung und Ermutigung sind Teil dieser Haltung und erzeugen Offenheit und Empathie.
  • Dialog, gewaltfreie Sprache und Unterstützung fördern die Freisetzung von positiven Energien.
  • Die Kette der Gelegenheiten für Dialog und Unterstützung sollte bewusst gestaltet werden. Es braucht einen roten Faden dazu.
  • Die Berührungs- bzw. Treffpunkte sind Begegnungen, die aktiv gestaltet werden solten, um einer Begegnung Bedeutung zu geben.
  • Die eigene Entwicklung und die der Mitmenschen braucht Zeit zur Entfaltung, aber auch Feedback-Schleifen und Reflexion.
  • Über diesen Weg entsteht emotionale Bindung: erst Kooperation, dann Identifikation, dann Verbundenheit, dauerhafte Leistungsfähigkeit und schließlich überzeugte und loyale Kunden.

Die Sensibilisierung für den Umgang mit Energie in zwischenmenschlichen Beziehungen ist ein wichtiger Impuls für soziale und ökonomische Nachhaltigkeit.

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Baustein 2

Beziehungsarbeit für Unternehmen braucht wertegeprägte Arbeitskultur

Die Art und Weise, wie wir unsere Arbeitsbeziehungen pflegen, sollte sich an folgenden Aspekten ausrichten: bewusst gesteuerte Energieflüsse, energiebewusste Kommunikation und Führungsarbeit, Kooperation auf Augenhöhe. Um diese Energie aufzubringen braucht es die Basiswerte bzw. Haltungen wie

  • Augenhöhe
  • Ermutigung, Mut & Demut
  • Neugier & Offenheit
  • Einfühlungsvermögen (Empathie)
  • wahres Erkennen & Wertschätzung
  • gewaltfreie Sprache
  • Hinwendung & Zuneigung
  • Unterstützung
  • Güte

Diese Basiswerte vorzuleben, macht Unternehmensangehörige sozial kompetenter. Es entsteht ein wertegeprägter Arbeitsstil.

 

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Baustein 3

Beziehungsarbeit für Unternehmen braucht gewaltfreie Sprache

Gewaltfreie Sprache ist Teil der Arbeitskultur. Sie ist für fast jeden von uns eine anspruchs- und mühevolle Angelegenheit, die Sozialkompetenz erfordert. Sie berücksichtigt situativ unsere momentanen Bedürfnisse, unsere Emotionen, unser Denken und Handeln – auch wenn uns diese z.T. gar nicht bewusst sind.

Größtes Hindernis in unserer Kommunikation sind (negative) Urteile über Dinge, Situationen und Menschen (Bestandsgrößen). Leicht stoßen wir damit anderen Menschen vor den Kopf. Sofort sind Offenheit und Empathie dahin. Wird uns das bewusst, verlässt uns oft auch noch der Mut, es wieder in Ordnung zu bringen.

Deswegen ist für mich der Ansatz der gewaltfreien Kommunikation (GfK nach Rosenberg) ein wichtiger Bestandteil von Beziehungsarbeit für Unternehmen und Begegnungen auf Augenhöhe. Ein weiterer guter Ansatz zur Verbesserung der Kommunikation in Unternehmen bietet u.a. die Transaktionsanalyse (nach Eric Berne), die durch Unternehmensgründer Rainer Schmid sehr praxisnah in dem Buch „Immer richtig miteinander reden“ beschrieben wird und z.B. in seinem Unternehmen aktive und sehr erfolgreiche Anwendung gefunden hat.

 

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Baustein 4

Beziehungsarbeit für Unternehmen braucht Hierarchie übergreifende Dialoge

Der nächste Schritt ist die aktive und konsequente Suche von wertvollen Gesprächsgelegenheiten — hierarchiedurchlässig. Auf der Dialogsuche sollten Anlässe gesucht werden, in denen positive Energie fließen kann. Dazu gehören:

  • Begrüßungen und freundliche Begegnungen
  • Rückmeldungen zu guten Verhaltensweisen und Leistungen eines Mitarbeiters mit Begründungen, warum sie als positive Beiträge zur Gesamtunternehmensleistung gewertet werden können.
  • Wertschätzende Rückmeldungen, über (noch) nicht so gute Leistungen, die Mitmenschen Ihr Interesse zeigt, sie wachsen zu sehen.
  • Neue Sichtweisen, Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, diskutieren und darüber philosophieren. Unterhaltung über Menschenbilder, Weltbilder, (Selbst-)Motivation, Interessen, Erwartungen und Ziele.
  • Hilfsbereite (aber nicht entmündigende) Unterstützung anbieten oder gezielt Impulse und gezielt die Nutzung von Freiräume einfordern, selbständig auf bessere Lösungen, Vorgehens- und Verhaltensweisen zu kommen.
  • Austausch über Sinn, Zweck und Bedeutung der Organisation, über Arbeitsaufteilung, Beitrag zum Ganzen, Rollen, Ziele, Erfolg, Scheitern und Lernen.

 

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Baustein 5

Beziehungsarbeit für Unternehmen braucht Methoden & Sozialkompetenz

Die Methodik besteht in der Anwendung definierter Arbeitsschritte, wertegeleiteter Regeln und sozialkompetenter Verhaltensweisen unter Zuhilfenahme geeigneter Werkzeuge und Methoden. Beispiele hierfür sind:

  • Definierte Gesprächsleitfäden
  • Rollenwechsel, die Perspektivwechsel ermöglichen
  • Anwendung von Fragetechniken
  • Nutzung von bewährten Workshop-Abläufen
  • Nutzung von bewährten Planungs-, Entscheidungs-, Umsetzungs- und Rückmeldungsverfahren, die Beteiligte zu konstruktivem Arbeiten und zur Selbstkontrolle befähigen
  • Anwendung von individuell bewährten Lern- und Arbeitsmethoden
  • Digitale Werkzeuge und soziale Medien, die Vernetzung und Kooperation wertschätzend fördern
  • Auswertung der Begegnungsqualität und Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen zusammen mit aktiv eingeholter Rückmeldung
  • u.v.m.

Wie bereits im Artikel Organisationsentwicklung beschrieben, ergänzen sich Methoden und Werkzeuge einerseits und Sozialkompetenz und Hinwendung andererseits gegenseitig, sodass sich in ihrem Wechselspiel die Beziehungsarbeit für Unternehmen signifikant verbessert. Die Handelnden in einem Unternehmen gelangen besser in Kooperation und Austausch. Das Unternehmen wird vitaler. Es kann besser und schneller mit neuen Herausforderungen umgehen.

SL Beziehungsarbeit für Unternehmen - Methoden & Sozialkompetenz

 

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Baustein 6

Beziehungsarbeit für Unternehmen benötigt Bezugsrahmen, Bezugspersonen, Rollen und Prinzipien

Grundlage des Bezugsrahmens ist einerseits eine Sinn stiftende Unternehmensvision, ein klarer Unternehmenszweck (Mission) und eine überzeugende Strategie, die auf das Unternehmensumfeld und relevante Märkte abgestimmt sind. Unterstützend wirkt eine schriftlich verfasste Unternehmensverfassung.

Andererseits benötigen wir Bezugspersonen, also Menschen, die über positive Energie verfügen, sich selbst und andere gut führen, selbständig sind und in ihren jeweiligen Rollen als inspirierendes Vorbild in Bezug auf die Arbeitsstil gelten. Ich nenne das Leadership-Lifestyle. Er ist auch für Menschen geeignet, die nicht in einer Führungsposition sind. Dieser Lebensstil ist durch Persönlichkeitsentwicklung erlernbar.

Hinzu kommen Prinzipien der Organisation, Zusammenarbeit und Führung, die das aufs Umfeld abgestimmte Miteinander bestimmen, ohne in einer Flut von Regeln zu ertrinken.

So erhält man ein äußerst gedeihliches Umfeld für die Entfaltung aller Kräfte, die für die Umbrüche der heutigen Zeit benötigt werden.

SL Beziehungsarbeit für Unternehmen - Organisationsführung

 

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Baustein 7

Beziehungsarbeit für Unternehmen begünstigt Vernetzung, Integration und Dezentralisierung

Wirksame Beziehungsarbeit für Unternehmen ist die Zukunft der Arbeit (New Work bzw. Arbeiten 4.0). Sie entspringt nicht nur einem authentischen Lebensgefühl aufgeweckter Vertreter meiner und anderer Generationen und besonders der Erkenntnis, dass es möglich ist, lustvoll zu guten Leistungen zu kommen, ohne sich überkommenen (da unnötigen) Arbeitskonventionen und funktionalen Hierarchien fügen zu müssen. Sie ist auch eine Notwendigkeit, die sich aus der Veränderung von Absatz- und Beschaffungsmärkten ergibt. Auslöser ist u.a. der digitale Wandel.

Die im Artikel New Work beschriebenen Veränderung der Arbeitswelt werden Auswirkungen darauf haben, wie Unternehmen zukünftig arbeiten, weil sie sich gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen nur schwer entziehen können. Es braucht weniger funktionale Hierarchie, weil die Menschen in einer komplexeren und dynamischeren Welt agil und flexibler (vital) agieren müssen.

Wichtige Trends:

  • Die Vernetzung der organisationsinternen Akteure und die bereits begonnene Auflösung klassischer Arbeitsverhältnisse, kompensiert durch die Einbindung von Freiberuflern, nehmen zu. Organisationsextern erleben wir eine Vernetzung von Herstellern, Lieferanten und Verbrauchern oder Verbrauchergemeinschaften. Auch existieren hybride Formen der Vernetzung, nämlich zw. externen Dienstleistern einerseits und Unternehmensangehörigen andererseits.
  • Denn sie verbinden sich im Rahmen der zunehmenden Integration entlang der Wertschöpfungsketten markt- und serviceorientiert funktionsübergreifend und binden Kunden immer öfter direkt ein. Vorbei ist die Zeit der Silo-Denke, Schnitt-Stellen, Ab-Teilungen und funktionalen Hierarchien. Soziale Medien helfen dabei.
  • Geschäftsleitung, Personalabteilung und Marketing stehen immer seltener oben in der Hierarchie, sondern übernehmen eine unterstützende Positionen, wenn auch weiterhin eine herausgehobene und maßgebliche Stellung. Das Machtzentrum verschiebt sich damit zunehmend hin zum Netzwerk, zum Kunden und damit in die Peripherie von Unternehmen. Es findet eine Dezentralisierung statt – begünstigt durch Digitalisierung, Flexibilisierung, Individualisierung, die wachsende Informationsgesellschaft und unabhängigere und anspruchsvollere Kunden.
  • Der zunehmenden Komplexität, Dynamik und Schnelligkeit von Veränderungen, kann man nur mit mehr Agilität begegnen.

 

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Baustein 8

Beziehungsarbeit für Unternehmen braucht Coaches für professionelle Beziehungsarbeit & Begegnungen

Weder der Kunde, noch Verkäufer oder Servicekraft, noch die Unternehmensleitung stehen im Mittelpunkt der Organisation. Diese Erkenntnis ist brandneu! Die Lösung liegt im Chef-Coach für Beziehungsarbeit und Begegnungen. Er steht im Mittelpunkt und integriert die Kontakte der früheren Schnittstellen, Abteilungs- und Unter­nehmensgrenzen.

SL Beziehungsarbeit für Unternehmen

In Anlehnung an: Anne M. Schüller, Das Touchpoint-Unternehmen, Gabal 2014

 

Die Aufgabe dieses betrieblichen Beziehungshelfers besteht darin, dass jegliche Begegnung (geplant oder ungeplant) auf eine Weise gestaltet wird, dass Menschen sich miteinander verbunden fühlen – emotional und professionell:

  • Mitarbeiter untereinander
  • Mitarbeiter und Führungskräfte
  • Mitarbeiter und Kunden / Interessenten
  • Mitarbeiter und Partner / Lieferanten
  • Führungskräfte / Mitarbeiter und Bewerber

Der fest angestellte Coach und Berater steht – abhängig von der Unternehmensgröße – allein oder zusammen mit seinen Leuten stellvertretend für die Partner-, Bewerber-, Interessenten- bzw. Kundenbeziehung im Zentrum der Organisation und ist eine integrierende Klammer zwischen innen und außen. Er hebt den Widerspruch auf zwischen unserer egozentrischen Sichtweise auf das eigene Unternehmen und dem vergeblichen Anspruch, Kunden in den Mittelpunkt zu rücken. Er ist Anwalt für die Interessen beider Seiten (Unternehmensangehörige und Externe) und sorgt für wertschöpfenden Ausgleich.

Zudem ist der Chef-Coach für Beziehungsarbeit Anwalt für die Beziehungsgestaltung zwischen Mitarbeitern und Führungskräften und sorgt durch sein Engagement für bessere Mitarbeiterführung (ohne abzugleiten in eine Arbeitnehmervertretung!).

Die Arbeit des Chef-Coaches für Beziehungsarbeit und Begegnungen braucht eine gewisse Unabhängigkeit und kann wie die eines Auditors verstanden werden. Die Stellenbeschreibung umfasst gestaltende Elemente, so dass Empfehlungen für die Beziehungsarbeit abgeleitet werden können. Für kleinere Unternehmen wird eine solche Position sinnvoll, wenn diese Managementfunktion sich zunächst auf Interessenten- und Kundenbeziehungen konzentriert (ohne abzugleiten in den Chef-Bearbeiter sämtlicher Reklamationen!).

Coach & Berater für Beziehungsarbeit und Begegnungen

 

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Baustein 9

Beziehungsarbeit für Unternehmen begünstigt Lernen, Innovation und Wandel

Selbstbestimmung und Selbstverantwortung, begünstigt durch Dezentralisierung, Integration, Vernetzung, einen präsenten Unternehmenszweck, Selbständigkeit fördernde Führungskräfte, Methodenvielfalt, eine belebende Kommunikation und die zunehmende Verfügbarkeit von vielen Informationen fördern nicht nur lebenslanges Lernen, sondern machen lebenslanges Lernen unbedingt erforderlich. Lernen muss vom Unternehmen gefördert werden. Nötig sind hierfür

  • aktiv bereitgestelltes Lernmaterial
  • Räumlichkeiten, in denen Lernen und Experiment entweder im Stillen oder in Gruppen möglich ist
  • 10% bis 20% der Lernzeit als Teil der Arbeitszeit,
  • aus der Innovationen hervorgehen und Veraltetes dekonstruiert wird.

Es besteht seitens der Mitarbeiter allerdings die Verpflichtung, den angebotenen Freiraum zum Lernen zu nutzen. So steigen die Vitalität Ihrer Mitarbeiter und damit die Ihrer Organisation.

Eine vitale Organisation kommt mit dem kontinuierlichen Wandel, den unsere heutige Arbeitswelt fordert, besser zurecht, weil sie agiler ist. Mit den 9 Bausteinen wirksamer Beziehungsarbeit gelingt es, Energien der sich verändernden Märkte aufzugreifen und vergleichsweise schnell in Anpassung und neue Lösungen umzuwandeln – natürlich nicht ohne Bauchschmerzen, aber immerhin erheblich seltener ohne Zerreißproben. Ganz hartes Change-Management, um Erstarrungen in der Organisation aufzubrechen, verliert an Bedeutung.

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Zusammenfassung:

Beziehungsarbeit für Unternehmen verlangt nach folgenden Bausteinen:

  1. Fokussierung auf Energieströme in Beziehungen anstatt auf Bestandsgrößen.
  2. Etablierung eines entsprechenden Arbeitsstils geprägt von Offenheit, Empathie, Mut.
  3. Die Verwendung einer gewaltfreien Sprache.
  4. Die Nutzung von Dialogmöglichkeiten.
  5. Ein sich gegenseitig befruchtender Mix aus Verbesserung der Sozialkompetenz und der Anwendung anspruchsvoller und unterstützender Arbeitsmethoden, Instrumente und digitaler Werkzeuge (Ansätze für lebenslanges Lernen).
  6. Einen unternehmerisch geprägten Bezugsrahmen aus Vision, Unternehmenszweck, Sinnstiftung, Strategie, Prinzipien und inspirierendem Verhalten, der zur Selbständigkeit und Verantwortungsübernahme der Mitarbeiter und Kollegen zwingend beiträgt, so dass die Ausrichtung auf Wertschöpfung bestmöglich gelingt.
  7. Eine gute Voraussetzung für Beziehungsarbeit in Unternehmen sind die Integration von Arbeitsfunktionen und Netzwerkstrukturen, in denen sich Akteure dezentral auf Augenhöhe begegnen und agil Entscheidungen treffen können.
  8. Die organisatorische Verankerung eines Coachs & Beraters für Beziehungsarbeit und Begegnungen als ein Anwalt, der im Sinne von unternehmensinternen und -externen Beteiligten integrierend wirkt und wertschöpfend Beziehungen fördert.
  9. Lernen ist Voraussetzung und Ergebnis wirksamer Beziehungsarbeit für Unternehmen. Lernen begünstigt Innovationen und Wandel. Wandel begünstigt Lernen.

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weiterführender Artikel: Wandel durch Wertschätzung mit den 9 Bausteinen

 


 

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Warum diese Philosophie so wichtig ist

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